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Schwangerschaft: TdaP-Impfung erhöht Autismus-Risiko nicht

Studie wertet Daten von 80.000 Kindern innerhalb von vier Jahren aus

TdaP-Impfung: Keine Gefahr für Kinder

Oakland - Eine Studie von Kaiser Permanente  hat nachgewiesen, dass eine Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten vor der Geburt in keinem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko einer Autismus-Spektrum-Störung bei den Kindern stand. Für die Studie wurden die Daten von mehr als 80.000 Kindern ausgewertet, die innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren auf die Welt gekommen waren.

Laut Forschungsleiterin Tracy A. Becerra-Culqui besteht bei Kleinkindern bei Keuchhusten das höchste Risiko eines Krankenhausaufenthalts oder Todes. "Mit dem Schwinden der Immunität gegen Pertussis in den USA ist es sehr wichtig geworden, dass schwangere Frauen geimpft werden. Diese Immunität wird an das Ungeborene weitergegeben." Laut Becerra-Culqui können werdende Mütter durch die aktuellen Studienergebnisse beruhigt werden, dass es keine Hinweise auf ein erhöhtes Autismus-Risiko gibt.

Schutz vor Keuchhusten

Das Advisory Committee on Immunization Practices  empfiehlt eine TdaP-Impfung bei Schwangeren, um eine Infektion mit Keuchhusten zu verhindern. Trotzdem zögern manche Frauen noch immer. Die Forscher von Kaiser Permanente konnten aufgrund der großen und sehr unterschiedlichen Patientenpopulation des Unternehmens, das auch Krankenversicherungen anbietet, eine sehr umfangreiche Untersuchung durchführen. In Südkalifornien ist das Unternehmen für die medizinische Versorgung in 15 Krankenhäusern und rund 220 Arztpraxen mit rund 4,4 Mio. Mitgliedern zuständig. Die empfohlenen Impfungen sind für Mitglieder kostenlos.

Kein Grund zur Besorgnis

Die retrospektive Kohortenstudie untersuchte die Diagnose Autismus bei Kindern, die in angeschlossenen Krankenhäusern in Südkalifornien zwischen dem 1. Jänner 2011 und 31. Dezember 2014 geboren wurden. Insgesamt wurden die Daten von 81.993 Kindern ausgewertet. Die Abdeckung mit einer pränatalen TdaP-Impfung reichte von 26 Prozent im Jahr 2012 bis zu 79 Prozent 2014.

Das Auftreten einer Autismus-Spektrum-Störung lag bei Kindern geimpfter Mütter bei 1,5 Prozent und bei nichtgeimpften bei 1,8 Prozent. Der durchschnittliche Wert in den USA liegt bei 1,7 Prozent. Die aus den elektronischen Patientenakten gewonnenen Daten zeigten, dass die Impfung während der Schwangerschaft mit keinem erhöhten Autismus-Risiko in Verbindung standen. Die Ergebnisse waren während der Geburtsjahrgänge und bei erstgeborenen Kindern gleichbleibend. Laut Seniorautor Hung Fu Tseng sei der Zusammenhang zwischen Impfung und dem Entstehen von Autismus bereits durch zahlreiche Studien widerlegt worden. Unglücklicherweise würden falsche Annahmen immer noch zu Besorgnis führen. Die Forschungsergebnisse wurden in "Pediatrics" veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de, Rike

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