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Brustkrebs: Kinderwunsch ist nach Chemo möglich

Körper werden aufgebaut und Eizellen vor Therapiebeginn eingefroren

Natürliche Befruchtung von Eizelle (schematisch)

San Francisco - Gebärfähige Frauen, die wegen Brustkrebs behandelt werden, können nach ihrer Heilung noch Kinder bekommen. Dazu werden ihnen Eizellen entnommen und tiefgefroren. Das geschieht, ohne dass sie befürchten müssen, dass die Behandlung wegen der Verzögerung weniger erfolgreich ist. Mediziner an der University of California (UCSF)  haben ein Verfahren entwickelt, das die Entnahme erheblich beschleunigt. Die Prozedur dauert nur noch zwei Wochen, üblich ist ein Monat.

Verzögerung ohne Negativfolgen

Die Forscher arbeiteten mit 89 Testpersonen. Sie untersuchten, ob der Behandlungserfolg geringer war, wenn die Chemotherapie, die den Tumor vor einem operativen Eingriff eindämmen soll, durch die Entnahme von Eiern verspätet beginnt. Das Ergebnis: Zwei Wochen Verzögerung haben keine nachteiligen Auswirkungen. "Frauen können darauf vertrauen, dass die Entnahme ihnen nicht schadet", sagt Mitchel Rosen, UCSF-Professor für Geburtshilfe, Gynäkologie und Reproduktionsmedizin. "Das geht aus den Daten ganz klar hervor."

Die Patientinnen waren zwischen 18 und 45 Jahre alt. Sie wurden zwischen 2011 und 2017 am Zentrum für Reproduktionsmedizin der UCSF behandelt, bevor die Chemotherapie zur Vorbereitung auf die Operation begann. Zwei Drittel der Frauen ließen sich Eizellen nach dem neuen Verfahren entnehmen. Dazu wird die natürliche Periode simuliert, die letztlich zum Eisprung führt, also zu einer Eizelle, die befruchtet werden kann. Die Vorbereitung auf die Chemotherapie dauerte bei beiden Gruppen etwa gleich lange.

Lange Vorbereitung erforderlich

Rosen habe die Untersuchungen gemacht, weil viele Krebsärzte in den vergangenen Jahren einer Entnahme von Eizellen zurückhaltend gegenüberstanden - aus Furcht, eine Verzögerung könne den Behandlungserfolg gefährden. Diese Furcht sei unbegründet. Im Übrigen sei er erstaunt gewesen, dass die Vorbereitungszeit bei beiden Patientengruppen in etwa gleich war.

In dieser Zeit werden die Patientinnen körperlich aufgebaut, sodass sie Chemotherapie und Operation bestmöglich überstehen. Außerdem ermitteln die Ärzte im Vorfeld, um welche Krebsart es sich handelt und wie weit er schon vorgedrungen ist. Dazu kommt noch die Zeit für die Entwicklung des detaillierten Behandlungsplans. Nach fünf Jahren sei der Gesundheitszustand beider Gruppen gleich gewesen.

Quelle: www.pressetext.com, Bild: Thommy Weiss/pixelio.de

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