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Praxis-Marketing

Kooperationen. Die deutschen Ärzte sind in der Regel Individualisten und Einzelkämpfer und lieben es nicht, intensiven Kontakt mit anderen Fachrichtungen einzugehen, manchmal sicher aus der Angst, daß überwiesene Patienten nicht wieder zurück kommen.

Diese Angst kann man sich nehmen, indem man Kollegen, die nicht wieder zurücküberweisen, sofort anruft oder bei ärztlichen Stammtischen darauf hinweist, daß einige Patienten von diesem Kollegen nicht wieder zurück überwiesen worden sind. Besser ist es aber, dem Kollegen schon vor dem Stammtisch bei dem Telefonat deutlich mitzuteilen, daß man die Absicht hat, am Stammtisch über ihn zu sprechen - dann wird auch der letzte brutale Patientenfänger mit dieser Unsitte aufhören.

Dann spricht endlich nichts mehr dagegen, Kontakte mit Kollegen aufzunehmen, mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen diagnostische und therapeutische Konzepte auszuarbeiten und auch im Hinblick auf Vorträge gemeinsam zu agieren.

Auch wenn Sie weit über den Tellerrand schauen und z. B. bei Wirbelsäulenbeschwerden nicht nur an den Orthopäden, sondern auch an den Chirurgen denken, der in vielen Fällen vom Patienten herangezogen wird, und auch an die Krankengymnastin und den Masseur, werden Sie ein starkes Team zusammen bekommen, das auch der neuen Überzeugung gerecht wird, daß eine Krankheit vollständig und von allen Seiten behandelt werden sollte.

Die gegenseitige Empfehlung von Kollegen bringt allen Beteiligten etwas.

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